Monats-Archive: September 2013

Ein klares Ja
zu No! No!


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Man hörte schon von weitem, dass da etwas vor sich geht im Theater Augsburg. Alternative reckten vor dem Eingang ihre Plakate in die Luft und skandierten ihren Protest laut heraus: »Theater für alle! Theater für alle!«
Alternative Demonstrantler vor dem Stadttheater? Damit konnte manch gut gekleideter Premierenbesucher nichts anfangen, zumindest hatte er die BrĂĽcke nicht begriffen und konterte mit: »Freibier fĂĽr alle!« Dabei war die kleine Kultur-Demo ein wohl durchdachtes und geplantes Vorgeplänkel zur Premiere von Luigi Nonos »Intolleranza 1960«. Es war ein Abend, der die Besucher von einer Ăśberraschung zur nächsten stolpern lieĂź.  
 
Auf der BĂĽhne ein StĂĽck, so verstörend wie anstrengend. Aber muss eine szenische Inszenierung ĂĽber Faschismus, Folter, Vertreibung, Gefangenschaft und Naturkatastrophen nicht genau das sein? »Intolleranza 1960« ist ein nicht enden wollender Spannungsbogen aus Dissonanzen, die einen zwingen hinzuhören, wenn gegen das Unrecht dieser Welt angesungen wird. Die Inszenierung von Ludger Engels jagte einem einige Schauer ĂĽber den RĂĽcken. 

Die Beklemmung begann schon vor dem Großen Haus. In einem Tableau Vivant, einem lebenden Bild, stellten Künstler des freien Ensembles bluespots productions ein Gemälde von Eugène Delacroix’ nach, »Die Freiheit führt das Volk«. Im Foyer des Theaters: Videoinstallationen. Vor dem Theater: ein Taxi mit Audioinstallation.
Der Abend sah viele verblĂĽffte und staunende Gesichter, an denen auch die Theaterangestellten, die das Publikum durch den Abend fĂĽhrten, sichtlich ihren SpaĂź hatten.
 
Und der Protest geht weiter: Das gesamte Wochenende über wird im Theater Augsburg der Aufstand nach Nono geprobt. Vorträge, Flashmob-Aktionen, Videovorführungen – vieles davon ohne Eintritt – begleiten die Intolleranza-Premieren, die Lust auf die kommende Spielsaison machen.
 
Was wann wo? Ein kleiner Ăśberblick findet sich hier: Theater Augsburg

 

 

 
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Ein Schmankerl fĂĽr
Augsburgs Kreative

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Der Kulturarbeiterrabatt in der Alten Liebe

 

Alte Liebe rostet nicht, aber bekanntlich kann es auch nicht schaden, die Liebe jung zu halten.
 
Wie?
Die Viertelkneipe ALTE LIEBE hat sich etwas Besonderes einfallen lassen. Seit 11. September gewährt sie KULTURARBEITERRABATT.

 

Was gibt’s?
10 % auf Getränke und Speisen – jetzt rund um die Uhr, denn neuerdings öffnet die Alte Liebe schon um 11 Uhr vormittags. Der KULTURARBEITERRABATTAUSWEIS ist zeitlich unbegrenzt gĂĽltig. Deshalb: Immer schön im Portemonnaie mittragen!

 

Wer kriegt’s?
Jeder, der in einem künstlerischen-kreativen Beruf im Viertel rund um die Ludwigstraße arbeitet. Inhaber Richard Goerlich: »Das Viertel ist zunehmend von Kreativen bevölkert. Zudem ist das Theater, der größte Kulturarbeitgeber der Stadt, direkt in unserer Nachbarschaft. Da wir aus eigener Erfahrung wissen, was es einkommensseitig bedeutet, Künstler oder Kreativer zu sein, haben wir den Kulturarbeiterrabatt eingeführt.«
 
Wann kann man’s holen?
Ab sofort! Am besten noch bis zum 20. September, denn dann gibt es auch gleich einen schönen Anlass, um den Rabatt auf den Kopf zu hauen. Die Alte Liebe ist ein Jahr jung und feiert ab 21 Uhr Geburtstag!
Besser als jeder Verlobungspost! Da fangen die Schmetterlinge wieder zu flattern an…
 

 

 
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