Liebe Leserinnen und Leser,

 

in letzter Zeit wurde es ruhig um den Lechler, um nicht zu sagen still.

Beim Team geht es dagegen rund. Das Tagesgeschäft ruft und in der Redaktion quietscht lautselig der neue Nachwuchs. Soviel Herzblut für unser Liebhaberprojekt auch fließt, bei so viel Ablenkung geriet es zuletzt ein wenig ins Stocken.

 

Wir starteten mit vier Ausgaben á 54 Seiten im Jahr, gemacht von drei Personen. Eine Mammutaufgabe, die auf Dauer in dieser Minimalbesetzung nicht zu bewältigen ist.

Am Ende war der Lechler das, was er nie sein sollte: Quartalsroutine, festgefahren in starren Strukturen, selbstaufgelegten thematischen und gestalterischen Vorgaben.

Die Leidenschaft litt.

 

Deshalb machen wir jetzt einen Schnitt. Wir erfinden uns neu und finden dabei zur Kreativität zurück. Der Lechler wird nicht mehr in der bisherigen Dichte erscheinen. Und er wird nicht mehr auf den gewohnten Wegen vertrieben.

Neben neuen Inhalten ĂĽberdenken wir auch neue Formate.

 

Wie Ihr seht, sind wir nicht eingeschlafen, wenn wir auch ein wenig müde waren in den letzten Monaten. Wir stecken immer noch voller Ideen und sagen noch lange nicht „Tschüß“. Aber wir müssen uns vorerst von unseren treuen Vertriebspartnern verabschieden.  Vielen Dank für Eure Treue und Unterstützung! Wir würden uns freuen, wenn wir uns auch in Zukunft lesen.

 

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Große Worte und nur ein Anflug von Enttäuschung – Der Lechler beim Bayerischen Printmedienpreis 2014

 

 Mitten in die Urlaubszeit flatterte die Nachricht hinein: Der Lechler ist für den Bayerischen Printmedienpreis 2014 in der Kategorie Innovationspreis nominiert! Wir hatten keine Ahnung, was uns erwarten würde. Wir wussten nur, es wird festlich.

 

Die Einladung lotste nach München in das Nymphenburger Schloss. Dort zeichneten am 23.10. die Bayerische Staatsregierung und die Branchenverbände „Verband Bayerischer Zeitungsverleger e.V.“, „Verband Druck und Medien Bayern e.V.“ und „Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern e.V.“ innovative Konzepte, Ideen und Techniken der Printmedienbranche aus.

 

Aus über 50 Einreichungen aus ganz Deutschland wurden drei Projekte für den Innovationspreis, der mit 10.000 Euro dotiert war, nominiert: der Malus Verlag mit dem Projekt „Das Buch als Magazin“, das Digital-Native-Magazin „SH!FT“ und unser „Lechler“. Am Ende entschied sich die Jury, in der unter anderem auch der langjährige Leiter der Deutschen Journalistenschule, Ulrich Brenner, saß, für das Projekt „SH!FT“ des Bonner Journalisten Daniel Höly, das einen neuen Handschlag zwischen Print und Online versucht. Für den Lechler hatte die Jury immerhin große Worte übrig: „ein regionales Kulturmagazin, das neue Wege beschreitet und seine Leser fordert und das in seiner Aufmachung sehr anspricht“.

 

Diese Worte noch im Ohr, den Geschmack der delikaten acht Gänge noch auf der Zunge und entspannt zurückgelehnt im Audi A 8, der uns nach Hause chauffierte, haben wir uns an diesem Abend schließlich doch irgendwie auch als Gewinner gefühlt.

 

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